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Werke für mehr als 36 000 Euro versteigert

Für Kunstliebhaber und –kenner ist die Auktion der Hospizstiftung Region Aachen in der Aula Carolina längst kein Geheimtipp mehr. 45 Bilder, Fotografien und Skulpturen lokal und international hochgehandelter Künstler kamen bei der Versteigerung zugunsten des neuen Hospizes am Iterbach unter den Hammer. Beachtliche 36 455 Euro sind es am Ende geworden. Es fehlen nun nur noch rund 3 500 Euro, dann ist die angestrebte Zwei-Millionen-Grenze erreicht. Das Kuratorium der Hospizstiftung, das die Finanzierung der 6,5 Millionen Euro teuren Einrichtung mit 2,5 Millionen Euro unterstützt, hatte sich den Zwei-Millionen-Euro-Betrag als Zwischenetappe zum Ziel gesetzt.

Auswahl und Kontakte

Die exklusive Auswahl der Werke ist nicht zuletzt auf das Fachwissen des Galeristen Andreas Petzold von der Galerie am Elisengarten zurückzuführen. Doch auch dank der Kontakte der Kuratoriumsmitglieder kam so einiges zusammen. So hat Schirmherr Tim Hammer zwei Werke chinesischer zeitgenössischer Künstler für den guten Zweck gewinnen können. Bei der Keramik von Gao Zhenyu ließ es sich Petzold nicht nehmen, selbst mitzubieten und sicherte es sich für seine Sammlung. In der Halbzeitpause zogen die Veranstalter eine erste Bilanz. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir zu 80 Prozent zufrieden, aber wir sind zuversichtlich, dass da noch mehr kommt. Viele Hochkaräter werden noch in der zweiten Hälfte kommen“, so Petzold. Auch Ulla Schmidt war als Vorsitzende des Kuratoriums in der Pause zufrieden: „Es kommt so langsam in Fahrt, es ist gut besucht und es hat jeder aus seinem Geldbeutel das gegeben, was er konnte. Daran sieht man wieder, wie groß die Unterstützung für unser Hospiz ist. Aachen ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes.“

Tim Hammer, Schirmherr des neuen Hospizes, war ebenfalls erleichtert: „Zu Beginn steht ja immer die Frage im Raum, nimmt das Publikum das an?“ Und das tat es. Neben den besonderen Werken ist das wohl auch auf das Auktionator-Paar Boris Bongers, Mitglied des Kuratoriums, und Andreas Petzold zurückzuführen. Charmant und trotz des hochgesteckten Ziels entspannt führten sie Bieter und Publikum mit großer Leichtigkeit durch den Abend. Aber auch das Publikum bot hoch mit und lieferte Szenenapplaus, vor allem wenn bei den Objekten die Hürde zu vierstelligen Summen überschritten wurde. Das höchste Gebot galt einem Werk von Markus Lüpertz, einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart. Seine Bronzeplastik „Grundgesetz“ kam für 6300 Euro unter den Hammer. Aber auch Urgesteine der Aachener Kunstszene wie Erik Offermann, Günther Beckers oder Detlef Kellermann und sogar der gebürtige Aachener Kunstgigant Karl-Otto Götz hatten gespendet, und so bekamen auch ihre Werke neue Besitzer. Am Ende wirkten die Veranstalter sehr zufrieden und Ulla Schmidt hatte das letzte Wort: „Wir werden nun noch ein wenig weiter werben. Bleiben Sie uns treu.“

Quelle: Zeitungsverlag Aachen GmbH
Autorin: Ricarda Timm