„Wie trauert man richtig?“ – SECHSWOCHENAMT erzählt radikal ehrlich von Verlust, Überforderung und dem Versuch, einen eigenen Weg des Abschieds zu finden. Regisseurin Jacquelin Jansen verbindet persönliche Erfahrungen, eine weibliche Perspektive und die prägenden Erlebnisse der Lockdown-Zeit zu einem intimen Blick auf Trauer und Erinnerung.
Am Niederrhein angesiedelt in Erkelenz gedreht, mit feinem Humor und skurrilen Momenten, stellt sich der Film gegen normierte Vorstellungen von Trauerarbeit. Stattdessen interpretiert er das „Sechswochenamt“ – eine Tradition sechs Wochen nach dem Tod eines Angehörigen – als einen Raum der Grenzüberschreitung, der Selbstfindung und des gemeinsamen Weitergehens.
—-
Synopsis
Mit dem Tod ihrer Mutter reißt es LORE (25) den Boden unter den Füßen weg. Während ihr Inneres in einen nie dagewesen Ausnahmezustand fällt, gerät auch die Außenwelt aus den Fugen. Die Corona-Pandemie bricht aus, und ein Nebel aus Isolation und Einsamkeit legt sich über die rheinische Kleinstadt.
In den kommenden sechs Wochen lebt Lore in einer absurden Symbiose mit der pandemischen Ausnahmesituation während sie das Leben ihrer Mutter für immer archiviert, die Mietwohnung auflöst und ihr bewusst wird, dass sie nie mehr in das Zuhause ihrer Kindheit zurückkehren kann.
Sechs Wochen, in denen Lore lernt, sich den unterschiedlichen Formen des Trauerns innerhalb der Familie und den auf sie einprasselnden Konventionen zu stellen und ihre Trauer zuzulassen, um nicht von ihr aufgefressen zu werden; dass die Endlichkeit des Lebens geplant werden muss und dass es keine Antwort auf die Frage gibt: „Wie trauert man richtig?“
—-
Trailer:
Tickets: