Warme Füße, guter Zweck | 2026
Wie Petra Pientka mit Stricknadel und Herz hilft
Was mit einer kleinen Spardose und fünf Euro begann, ist heute ein Herzensprojekt mit Strahlkraft: Petra Pientka strickt in liebevoller Handarbeit bunte Socken – die „Öcher Söck“ – und verbindet damit Kreativität, soziales Engagement und echte Aachener Verbundenheit. Die Idee entstand im Jahr 2022, kurz nach der Corona-Zeit. Während der Pandemie hatte Pientka bereits zahlreiche Socken gestrickt. „Ich dachte mir, die müssen doch jemandem zugutekommen“, erinnert sie sich. Der entscheidende Impuls kam schließlich bei einer Spendenaktion der Hospizstiftung Region Aachen. Dort entstand der Wunsch, aus einer kleinen Idee etwas Größeres zu machen – ganz im Sinne des Mottos „Ich mach was draus“.
Gemeinsam mit einer Freundin entwickelte sie nicht nur den Namen „Öcher Söck“, sondern auch ein einfaches Konzept: handgemachte Produkte, lokal verkauft, zugunsten eines guten Zwecks. Schnell fand sie mit dem beliebten Laurensberger Geschäft von Markus Frankenne einen Partner, der die Idee sofort unterstützte. Seitdem sind die bunten Socken ausschließlich dort erhältlich – bewusst. „Ich möchte eine feste Anlaufstelle haben“, sagt Pientka. „Und hier passt einfach alles: die Atmosphäre, das Team, die Unterstützung.“
Rund 230 Paar Socken sind in den vergangenen dreieinhalb Jahren entstanden – jedes einzelne ein Unikat. Und die Nachfrage ist groß. Kundinnen und Kunden schätzen nicht nur die Qualität und das Design, sondern vor allem die Geschichte dahinter. Denn der Erlös kommt der Hospizstiftung zugute, deren Arbeit Pientka besonders am Herzen liegt. „Es kann jeden treffen. Vielleicht brauche ich selbst irgendwann Hilfe. Deshalb möchte ich jetzt etwas zurückgeben.“
Auch im Geschäft wird die Aktion mit Begeisterung getragen. „Die Leute nehmen sie gerne mit, nicht nur wegen des guten Zwecks, sondern weil sie schön sind“, bestätigt das Team vor Ort. Unterstützung kommt inzwischen auch von jeckomio.tv, dem beliebten, karnevalistischen Internet-TV-Format, hinter dem David Lulley und Daniel Schaakxs stehen. In einer der Sendungen der letzten Staffel wurden die Öcher Söck vorgestellt und lösten einen regelrechten Run aus. „Ich sehe die Öcher Söck als besonders gelungenes Beispiel dafür, wie aus Engagement, Networking und konstruktiver Zusammenarbeit etwas Nachhaltiges entstehen kann“, freut sich David Lulley.
Die Vision ist nun ganz klar: Noch mehr Menschen fürs Mitmachen begeistern – vielleicht sogar weitere Strickerinnen und Stricker gewinnen. Denn eines ist klar: Die Geschichte der „Öcher Söck“ ist noch lange nicht zu Ende. Und vielleicht werden aus 230 Paaren ja irgendwann tatsächlich 1.111 – gestrickt mit Herz, für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Originalbeitrag von Hartmut Hermanns für euregio-aktuell.eu/nordwest-aktuell










